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30.05.2013: MAZ

In sechs Minuten nach Wannsee
Erinnerung an den Start der Friedhofsbahn

Am 2. Juni 1913 nahm die S-Bahn zwischen Wannsee und Stahnsdorf ihren Betrieb auf. Nach der Elektrifizierung 1928 brauchte der Fahrgast nur sechs Minuten bis zum Bahnhof Wannsee, um von dort ins Stadtzentrum oder nach Potsdam zu gelangen. Heute erinnert wenig an die glanzvollen Zeiten schneller Verbindungswege von Stahnsdorf in die Städte – die Strecke wurde zu DDR-Zeiten bekanntlich stillgelegt. Zum 100. Jahrestag der Inbetriebnahme der S-Bahn – bis heute auch Friedhofsbahn oder Witwenexpress genannt, da sie Friedhofsbesucher und die Toten aus Berlin zum Südwestkirchhof transportierte – erinnern der Förderverein Südwestkirchhof und die Gemeinde Stahnsdorf an die alte Bahnverbindung und den längst verschwundenen Bahnhof.

Am Sonntag, den 2. Juni, um 14 Uhr beginnt dazu eine Wanderung auf der alten Bahntrasse von Stahnsdorf nach Wannsee. Heimatforscher Jürgen Böhm erläutert den kaum noch erkennbaren Verlauf, die Bedeutung der Brückenbauten sowie des Bahnhofs Dreilinden. Auch Alternativen zur Verknüpfung alter und neuer Verkehrswege werden diskutiert. Bereits um 10 Uhr beginnt das Jubiläumsprogramm auf dem einstigen Bahnhofsvorplatz. Am Haupteingang des Südwestkirchhofs erwarten die Gäste Vorträge, eine Installation, eine Multimediapräsentation mit historischen und aktuellen Bildern und Infostände. So werden auch das S-Bahn-Museum, die Bürgerinitiative Stammbahn aus Kleinmachnow sowie Zeitzeugen und Autoren der „Verkehrsgeschichtlichen Blätter“ vor Ort sein und Fragen beantworten.

Mitstreiter der Projektgruppe haben eine Gedenkstele errichtet, die samt Infotafel auf den Standort des Bahnhofsgebäudes hinweist. Der Stahnsdorfer Bürgermeister Bernd Albers wird die Stele mit dem Initiator, Günter Mielke, enthüllen. „Wir wollen an unseren S-Bahn-Anschluss erinnern, aber auch mahnen“, beschreibt Albers, der sich für den Wiederanschluss von Stahnsdorf an das S-Bahn-Netz einsetzt, das Motto der Veranstaltung. Und der Verwalter des Südwestkirchhofs, Olaf Ihlefeldt, fügt hinzu: „Auch wenn die Bahn AG und die Bundesregierung die Notwendigkeit an der alten Verkehrsverbindung bis heute ignorieren, wird dies ein Signal sein, denn das öffentliche Interesse am Wiederaufbau der Verbindung ist groß.“

(KW)
MAZ
30.5.2013
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12524386/60889/Erinnerung-an-den-Start-der-Friedhofsbahn-In-sechs.html

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