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28.01.2011: MOZ



Evangelische Kirche hat keinen Anspruch auf neue "Friedhofsbahn"

Berlin (DDP) Die evangelische Kirche kann sich bei ihrer Forderung nach Wiederherstellung der vor 50 Jahren stillgelegten „Friedhofsbahn“ nach Stahnsdorf nicht auf einen Vertrag aus der Kaiserzeit berufen. Dies hat das Verwaltungsgericht Berlin in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden. Nach Ansicht der 13. Kammer lässt sich der Anspruch nicht auf den vor mehr als hundert Jahren geschlossenen Vertrag stützen (Az.: VG 13 K 176.06).

Die preußische Staatseisenbahnverwaltung hatte sich 1909 vertraglich verpflichtet, eine Bahnverbindung vom damaligen Staatsbahnhof Wannsee bis zum Südwestkirchhof bei Stahnsdorf nahe Berlin herzustellen und zu betreiben, wenn die Berliner Stadtsynode die Gesamtkosten des Bahnbaues trägt. 1913 wurde die Strecke von Wannsee zum Friedhof Stahnsdorf eröffnet.
Nach der Beseitigung von Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg wurde die Strecke ab 1948 wieder auf voller Länge betrieben. Die Leichenüberführung zum Friedhof mit der Eisenbahn wurde aber vier Jahre später aufgegeben. Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 wurde der S-Bahnverkehr auf der Strecke eingestellt. Die Bahnanlagen wurden in Ost wie West demontiert. Seit 1991 verfolgte die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg ihr Anliegen auf Wiederherstellung des Eisenbahnanschlusses.
Gegen das Urteil ist der Antrag auf Zulassung der Berufung an das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zulässig.
MOZ.de
28.1.2011

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