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18.07.2012: MAZ

Friedhofsbahn endgültig tot
Kirche scheiterte vor Gericht mit Forderung zum Wiederaufbau
Die Deutsche Bahn AG muss die 1961 stillgelegte „Friedhofsbahn“ von Berlin-Wannsee nach Stahnsdorf nicht wieder in Betrieb nehmen. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist mit ihrer Klage zur Wiederaufnahme des Bahnverkehrs vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gescheitert. Die Kirche hatte sich bei ihrer Klage auf einen Vertrag von 1909 berufen. Darin soll sich die damalige Preußische Staatseisenbahn – deren Rechtsnachfolger die Deutsche Bahn AG ist – verpflichtet haben, die Verbindung zwischen Wannsee und Stahnsdorf „für immer“ zu betreiben.
Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte das OVG bereits am 4. Mai den Berufungsantrag der Kirche gegen ein Urteil Berliner Verwaltungsrichter vom Januar 2011 abgewiesen. Das Gericht stellte fest, dass die Preußische Staatsbahn ihren Verpflichtungen mit dem Betrieb der Bahn bis zum Mauerbau nachgekommen war. Für die politischen Veränderungen könne sie nicht verantwortlich gemacht werden, so die Richter. Die Kirche erhalte auch keinen Schadensersatz für die Grundstücke, die sie der Preußischen Staatsbahn für den Bau der „Friedhofsbahn“ abgetreten hatte. Die Kirche hatte für mehrere Grundstücke rund eine Million Euro gefordert.
Der Landesverband Brandenburg des Verkehrsclubs Deutschland bedauerte die Entscheidung des OVG als einen „herben Rückschlag“. Damit würden die Richter eisenbahntechnisch die Teilung Deutschlands zementieren, so der Vize-Landeschef Gerhard Petzholtz. Nun sei das Land Brandenburg gefordert, die Voraussetzungen für den Wiederaufbau der Friedhofsbahn zu schaffen.

(epd/HH)
MAZ
18.7.2012
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12361345/60889/Kirche-scheiterte-vor-Gericht-mit-Forderung-zum-Wiederaufbau.html

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